Dorfkirche St. Timothei zu Wallwitz

Stadt Möckern, Pfarramt Möckern
Maria mit dem Kinde

Der Ort

Wallwitz liegt auf dem Weg von Möckern nach Gommern im westlichen Ausläufer des  Fläming. Er ist, seit der Eingemeindung 2005, ein Ortsteil der Stadt Möckern im Landkreis Jerichower Land. Die relativ späte offizielle Ersterwähnung des Ortes erfolgte erst 1322 in einer Urkunde des Erzbischofs von Magdeburg Burchard III., mit der er den Ort dem Kloster Plötzky übereignet. Von einer früheren Besiedlung kann man aufgrund der slawischen Herkunft des Ortsnamens ausgehen. Bis 1808 gehörte der Ort als Enklave zu Kursachsen, nach 1813 zum preußischen Königreich und dann wurde er mit der Verwaltungsreform von 1815 dem Landkreis Jerichow zugeordnet.


Altar Wallwitz

Der Altar

Mit zum ältesten Inventarstück der Dorfkirche St. Timothei zu Wallwitz gehört der holzgeschnitzte Altarschrein, der aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts stammt. Der Mittelschrein des spätgotischen Flügelaltars wurde auf dem alten, gemauerten Altar aufgesetzt. In der Mitte des Schnitzaltars befindet sich die Figur der Muttergottes mit dem Christuskind. Seitlich von ihr sind vier Heilige, in zwei Reihen übereinander, zu sehen. Links oben ist Barbara zu erkennen, neben ihr ein Bischof als Heiliger. Darunter befinden sich Jakobus Major und Mauritius. Rechts oben Katharina und Margaretha, darunter Petrus und Paulus. Auf dem Schrein steht ein kleines, spätgotisches Kruzifix. Die beiden Flügel sind abhandengekommen. Das Werk wurde 1935/36 durch den Kirchenmaler Karl Rödel restauriert. Dieser Erneuerung gehören die metallische Farbfassung des Schreines und der Predella an, welche mit den vier Evangelistensymbolen und dem Einsetzungsspruch des Abendmahls versehen sind. Der Schnitzaltar weist eine gute künstlerische Qualität auf, die sich vor allem in der Gewandbehandlung der Figuren, insbesondere der Madonna, zeigt. Die Figuren wirken in ihrer Darstellung sehr realistisch und weisen möglicherweise auf einen süddeutschen Künstler hin. Von der spätgotischen Maßwerkornamentik abweichend sind die Schleierbretter, welche im Stil der Renaissance gestaltet sind. Der spätromanische Taufstein ist um 1200 entstanden und steht noch an seinem ursprünglichen Ort, im Westteil des Kirchenschiffs. Dieser besteht aus einem zylindrischen Fuß und einer halbkugelförmigen Kuppa, die auf einem Wulstring aufliegt. Der Beckenrand ist mit einem umlaufenden, leicht hufeisenförmigen Rundbogenfries geschmückt.


Die Kirche

Der spätromanische Bruchsteinbau der St. Timothei-Kirche steht am östlichen Ortsrand von Wallwitz. Die mittelalterliche, evangelische Kirche ist in der Grundstruktur noch erhalten. Dem rechteckigen Kirchenschiff schließt sich ein etwas schmalerer Chorraum an, der zu einer außen polygonalen, innen kreisförmigen, vieleckigen Apsis führt. Die vermauerte, romanische Priesterpforte ist noch zu erkennen. Die Fensteröffnungen auf der Nordseite und die Westlichste auf der Südseite sind noch als romanische erhalten. Im Chor befindet sich eine rechteckige, schlichte Sakramentsnische. Der Westgiebel der Kirche wurde aufgemauert. Er bildet die Außenwand eines Dachreiters, der in Fachwerkbauweise als Glockenturm aufgesetzt wurde. Die Außenmauern bestehen aus Bruchsteinen. Der Innenraum des Kirchensaales wird durch eine flache Holzdecke abgeschlossen, die mit historischen Malereien versehen ist. Die auf Renaissancepfeilern ruhende L-förmige Empore verläuft an der Nord- und Westwand. In der Kirche wurden im 19. Jahrhundert umfangreiche Umbauten vorgenommen. Der noch aus der romanischen Zeit stammende Taufstein ist das älteste Inventarstück der Kirche.


Der Taufstein

Der spätromanische Taufstein ist um 1200 entstanden und steht noch an seinem ursprünglichen Ort, im Westteil des Kirchenschiffs. Dieser besteht aus einem zylindrischen Fuß und einer halbkugelförmige Kuppa, die auf einem Wulstring aufliegt. Der Beckenrand ist mit einem umlaufenden, leicht hufeisenförmigen Rundbogenfries geschmückt.


Kontakt

Ev. Pfarramt Möckern
Kirchstr. 23
39291 Möckern
Tel: 039221 401

Fam. Sens
39291 Wallwitz
Tel: 039221 63699


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